Willkommen in Nentershausen

Nentershausen - eines der schönsten Dörfer des Landes

Nentershausen

Nentershausen liegt am Ende des Haseltales am Nordrande des Richelsdorfer Gebirges. Die Gemarkung erstreckt sich über eine Fläche von 1.646 ha. Die Kerngemeinde hat 1.900 Einwohner, während die Großgemeinde mit ihren Ortsteilen Nentershausen, Weißenhasel, Süß, Bauhaus, Dens und Mönchhosbach 3.300 Einwohner zählt.

 

Das Wahrzeichen Nentershausen ist die mittelalterliche Tannenburg. Mittelpunkt von Nentershausen sind der Marktplatz mit der ca. 600 Jahre alten Dorflinde und das benachbarte Rathaus, das von 1989 bis 1991 saniert und am 3. Mai 1991 als Verwaltungszentrum eingeweiht wurde.

 

1980 siegte Nentershausen im landesweiten Wettberwerb "Unser Dorf soll schöner werden" und gilt seither zurecht als einer der schönsten Orte.


Die Geschichte und das Leben dieses Dorfes wurde jahrhundertelang von der Burg Tannenberg mit der Familie von Baumbach sowie durch den Kupferschiefer-, Kobalt-, Nickel- und Schwerspatabbau im Richelsdorfer Gebirge geprägt.

Nachdem in den Jahren 1955-1966 alle Bergbaubetriebe stillgelegt wurden, begann eine größere Bevölkerungsabwanderung und parallel dazu die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen auf dem Gelände der Schachtanlagen. Heute sind die meisten Menschen von Nentershausen in diesen Betrieben oder in Industriebetrieben von Sontra, Bebra oder Bad Hersfeld beschäftigt.

 

Um 1300 wurde der Bau der Tannenburg von Ludwig von Baumbach begonnen. Sie war eine Lehnsburg des Klosters Hersfeld. Hersfelds Kloster war eines der vier großen Reichsklöster des Mittelalters. Im Jahre 1323 wird Nentershausen erstmals in einer Urkunde des Klosters Blankenheim erwähnt. Blankenheim war ein Tochterkloster von Hersfeld. Im Jahre 1349 wird durch eine Urkunde die Trennung des Altars von der Tannenburg mit Nentershausen genehmigt. Diese Kirche wurde einige Jahre später eine berühmte Wallfahrtskirche. Die Familie von Baumbach besaß in Nentershausen die hohe und niedere Gerichtsbarkeit.

 

1578 mussten die Baumbachs die höhere Gerichtsbarkeit an den Landgrafen abgeben. 1806 wird auch die niedere Gerichtsbarkeit aufgehoben. An diese Zeit erinnert die schöne Dorf- oder auch Gerichtslinde. Von 1698 bis 1718 verlässt die Familie von Baumbach die Burg und bezieht im Dorf den Gutshof, welchen man heute noch bewundern kann.

 

Der Kupferschieferbergbau um Nentershausen ist wahrscheinlich über 600 Jahre alt. Er wird erstmals in einer Urkunde 1460 erwähnt. In einer Rechnung des Rentmeisters zu Sontra berichtet er von 13 Schmelzöfen in der Umgebung. Hieraus ist zu ersehen, dass der Bergbau schon in hoher Blüte steht. In dieser Zeit wird der Bergbau von vielen kleinen Unternehmen (Gewerken) privatwirtschaftlich betrieben.

Während des 30-jährigen Krieges kommen alle Bergbaubetriebe, teils durch Zerstörung, teils durch Dezimierung der Bevölkerung zum Erliegen. Im Jahre 1684 - 36 Jahre nach dem Westfälischen Frieden - tritt Landgraf Carl von Hessen Kassel als Bergbauunternehmer auf. Er führt den Kupferschieferbergbau zu hoher Blüte, die bis 1866 - Annexion Hessens durch Preußen - reichte. Inzwischen hatte man die vielen Schwerspatgänge, an denen Kobalt und Zinnerze angelagert waren, entdeckt. Kobalt wurde zur Herstellung von blauer Farbe gebraucht, Somit konnte ein Teil der Kupferbergleute weiterbeschäftigt werden. Sehr viele Bergleute wanderten über den Saarländischen Steinkohlebergbau nach den USA, hauptsächlich zu den neuen Kohlerevieren in Virginia und Pennsylvania, aus.

1934 beschloss die damalige Reichsregierung, den Kupferschieferbergbau wieder anzukurbeln. In dieser Zeit wurden sehr viele Bergarbeiterfamilien, in der neu errichteten Bergarbeitersiedlung östlich des historischen Ortskerns, angesiedelt. 1955 wurde der Kupferschieferbergbau wieder stillgelegt. Nach dieser Zeit hat die Gemeinde sehr viele Einrichtungen zur Verbesserung der Infrastruktur geschaffen.

Hier seien erwähnt:

• Eine neue Grundschule mit Turnhalle

• Katholische Kirche

• eine öffentliche Turnhalle

• Kindergarten

• Jugendheim

• Kinderspielplatz

• Bolzplatz

• Schwimmbad

• ein Feriendorf mit 30 Häusern.

Für die Feriengäste wurden Minigolfanlage, Wassertretanlage, Grillhütte u. a. gebaut.

Das Bezirksamt von Berlin Steglitz-Zehlendorf besitzt in Nentershausen eine gut aus gestattete Ferien- und Freizeitanlage. Dort kann man noch einen restaurierten Stolleneingang der ehemaligen Grube Münden mit einem kleinen Güterzug bewundern. Die evangelische Kirche zu Nentershausen zeigt eine viel bewunderte Barockausmalung. Sie ist immer zu besichtigen. Eine Führung auf der >>Tannenburg findet an jedem Sonntag und nach Vereinbarung statt.

 

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