Willkommen in Nentershausen

Bauhaus - Das wiederentdeckte Dorf

Nentershausen

Nachdem der Ortsteil Bauhaus seit 1437 etwa 400 Jahre wüst lag, wurde er im Jahre 1929 neu gebildet und ist somit der jüngste Ortsteil der Gemeinde Nentershausen. Das Dorf verbirgt in seiner Geschichte einige Besonderheiten in sich, die aus dem allgemeinen Gemeindeentwicklungsband herausragen.

 

Bauhaus ist der am höchsten gelegene Ort im Kreisteil Rotenburg. Das Dorf gab es schon früh, und bevor die Wiedergründung im Jahre 1929 erfolgte, war der Ort über 400 Jahre wüst. Hier also ist der seltene Fall zu verzeichnen, dass ein wüst gewordener Ort wieder entdeckt, neu belebt und aufgebaut wurde.

Bauhaus verdankt in erster Linie seine zweite Existenz der Ende der 20er Jahre gesetzlich angeordneten Auflösung der so genannten Gutsbezirke, die neben den allgemeinen Gemeinden weitestgehend selbstständig waren. Bauhaus wurde 1929 gebildet durch die Gutsbezirke Bellers, Gunkelrode und Trottelwald sowie aus Teilen der Gemeinde Solz und Nentershausen. Schon vor vielen Jahrhunderten gab es einen Ort im Gebiet der Hohen Süß, Bauhaus genannt. Bekannt ist lediglich, dass der Ort 1337 erstmals urkundlich erwähnt und 1437 wüst wurde. Rund 60 Jahre später wird der ganze Bereich dort nur noch als "Hof" erwähnt.

 

Dennoch siedelten sich in jener Zeit schon Bergleute im Richelsdorfer Gebirge an. In dieser Zeit wurde Kupferschiefer bis 1708, bis 1867 Kobalt und bis 1955 Schwerspat gefördert. Der älteste Bergbauzweig, die Gewinnung des Kupferschiefers, ist seit dem Jahre 1460 urkundlich bezeugt. Am 27. November 1955 wurde die letzte Förderschicht gefahren. Die Entwicklung im Bergbau, von dem mehr oder weniger Bauhaus abhängig war, glich einer Wellenbewegung. Nach einem Tief folgte ein Hoch. Neben den Schachtanlagen Schnepfenbusch und Wolfsberg im Bereich von Bauhaus entstand bei Dens der Reichenbergschacht, Verhüttungsanlagen auf dem Sontraer Brodberg folgten.

 

Mitte der 50er Jahre setzte man den Schlusspunkt hinter das Kapitel Kupferschieferbergbau. Auch Bauhaus wurde bis ins Mark getroffen. Doch das Gemeindewesen gab nicht auf. Schrittweise wurde die örtliche Infrastruktur auf- und ausgebaut. Schule, Kirche - auf der Engelsburg - Turnhalle, Friedhofskapelle, Gemeinschaftshaus, Wasserversorgung, Kanalisation und Straßenbau sind erfolgreich abgewickelte Teilbereiche, in einem Ort, der im Rahmen der Gemeindegebietsreform den Gang zur Muttergemeinde Nentershausen antreten musste.

Bauhaus hat heute rund 180 Einwohner, liegt in einem prächtigen Waldgürtel und in einer gesunden Höhenluft.

 

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